#12 Live von unserem Stand auf der BiB 2026!
Shownotes
Premiere bei "What The Muc": Wir verlassen unsere sichere Podcast-Umgebung und machen die Berufsinformationsbörse in Syke unsicher. In einem ruhige(re)n Moment haben wir uns die Ansteckmikros geschnappt und die Sporthalle der BBS Syke in das vielleicht größte Podcast-Studio Sykes verwandelt.
In dieser Folge sprechen wir mit Leonie. Sie hat ihre Prüfung zur KFZ-Mechatronikerin mit Schwerpunkt Nutzfahrzeuge bestanden und blickt auf ihre Ausbildung zurück. Wie hat sie sich als erstes" Mädel" in der Werkstatt Gehör verschafft? Woran schraubt sie privat und was hat ihr an der Ausbildung am besten gefallen?
Antworten auf diese Fragen und mehr erhaltet ihr in dieser Folge. Viel Spaß!
Transkript anzeigen
00:00:00: Dominik: What the Muc, der AWG-Podcast, heute aus Sykes vielleicht größtem Podcaststudio an diesem Wochenende. Wir sind live auf der BIP. Let's go! Ja, Leute, wir sind hier live auf der Berufsinformationsbörse 2026 in Sieke. Und das ist für uns, ich sage uns, weil Leonie steht neben mir Moin, Leonie. Leonie: Hallo. Dominik: Es ist für uns hier eine kleine Premiere, dass wir in so belebter Umgebung mal einen Podcast aufnehmen. Leonie: Ja, spannend, ne Das ist schön laut hier. Dominik: Richtig geil. Ich hoffe, die Mikros ziehen mit und halten durch. Aber wir haben eigentlich gute Erfahrungen damit gemacht, haben uns ja ein bisschen getrennt Geupdatet was das technische Equipment angeht. Da ging ja schon gestern los, dass wir da schon mal ein paar Interviews gemacht haben. Ein paar Interviews gemacht, genau.
Und die haben funktioniert. Die haben funktioniert, wie ihr auf Social Media sehen könnt. Also gerne mal bei TikTok reinschauen. Dort haben wir jetzt ja: auch einen Kanal Instagram sowieso. Und jetzt kommt hier nochmal was für die Podcast-Sparte Genau. Okay, also wie... Erst mal zu dir Leonie. Ich gehe immer davon aus, dass die Leute dich schon kennen. Es gibt ja so eine ominöse verschwundene Folge, die niemals das Licht der Welt erblickt hat. Die wurde erst später entdeckt. Ja genau, wir haben uns vor, Boah, das ist auch schon wieder drei Jahre her oder so. Zwei müsste das. Zwei. Zwei Jahre? Ja, ich glaube zwei. Haben wir uns schon mal unterhalten, weil du unsere JAV-Vorsitzende bist. Was das alles bedeutet, gehen wir ja gleich nochmal drauf ein. Weil jetzt müssen wir das nochmal so ein bisschen alles wieder aufleben lassen, weil es hat ja keiner... Diese Folge existiert einfach nicht. ...zu Ohren bekommen. Nee, genau. Also, vielleicht laden wir es irgendwann nochmal hoch, so als Easter Egg. Aber jetzt erstmal fangen wir bei null an, damit alle abgeholt sind. Leonie, du bist... Unsere jetzt muss ich ja sagen, ehemalige Auszubildende. Leonie: Genau, ich bin ja ehemalig ich bin ja erst Januar ausgelernt geworden. Also, wie soll man sagen, ja, ich bin jetzt Geselle. Vor einem Monat durch gewesen.
Dominik Genau. Prüfung bestanden: Glückwunsch nochmal. Welcher Schnitt? Ah, doch, so gut. Ach, bestanden ist bestanden, alles. Also ich weiß noch damals, als ich mein Abi bestanden habe mit der 3,5, hatte ich meinem Onkel das dann gesagt, der hat gefragt, und welchen Schnitt? Ich sage 3,5. Ja, das ist kein Schnitt. Leonie: Das ist 3,8. Ja, ist total egal. Auf jeden Fall bestanden Glückwunsch das kann dir keiner nehmen. Dominik: Und welche Ausbildung hast du gemacht, für die, die dich noch nicht kennen? Leonie: Kfz-Mechatroniker in Schwerpunkt Nutzfahrzeuge. Schwerpunkt Nutzfahrzeuge, Dominik: jo. Und da wollen wir auch ein bisschen drüber schnacken. Jetzt im Rückblick, warum hast du dich überhaupt für die Ausbildung entschieden? Leonie: Ja, Familie, Freunde, war so auf so einem Trip, dass ich sage, ich hab voll Bock auf Autos Ich habe auch schon bei Kart und so einem ganzen Kram ja auch schon mal mitgefahren und denke mir so, wow ich will da irgendwie auch dran schrauben, ich will wissen, wie das funktioniert.
Und dann war es irgendwie so, ja, Nutzfahrzeuge ja, okay, mache ich mal. Ist ein bisschen schwer, aber alles ist: groß und unhandlich aber sonst. Dominik: Ja, ihr seid ja so eine Autofamilie ne? Dein Vater ja auch, der ist Fahrer bei uns und privat ja auch engagiert im Go-Kart-Bereich oder Kart-Bereich und du schraubst auch an einem eigenen Auto zu Hause? Leonie: Gerade nicht zuhause auf der Arbeit tatsächlich. Zuhause hattest du nicht auch mal ein Schrauberprojekt? Ja, das steht auf der Arbeit jetzt gerade, weil ich jetzt gerade eine Bühne bräuchte. Weil auf der Grube oder auf dem Boden ist es schwer, einen Auspuff auszubauen. Ja, das ist schon praktischer, wenn man dann doch zuhause... Dominik: Was ist das für ein Auto? Leonie: Ein Opel Astra. Ein Opel Astra, oh wow. Dabei hast du noch nicht mal einen Führerschein, da bist du jetzt nämlich gerade dran. Wie bist du denn auf die Idee gekommen, schon mal dein Auto vorzubauen? Tatsächlich, ein Arbeitskollegen von uns hat gesagt, ja ich hab hier einen, der hat einen Opel zu verkaufen.
Bin ich hin, saß in diesem Auto, hab gesagt, ja, ist meins. Hat nicht angesprungen, Motorschaden gehabt, war dann so, okay, ich nehm's trotzdem. Haben ist besser als brauchen, ne? Ich: wollte lieber ein Projekt haben, wo ich dran üben kann und einfach machen kann. Rumfahren kann mit dem Scheiß dass ich dann mal gucken kann, ob das funktioniert hat. Schon alles interessant. Ja, da hat man nochmal eine ganz andere Bindung zu seinem Fahrzeug dann. Genau, dann weiß man wenigstens was da drin ist. Dominik: Wo geht der erste Trip hin mit dem Cabrio dann? In den Sonnenuntergang? Leonie: Ich wollte gerade sagen, ja klar, erst mal zum Autowaschen und dann Dach auf und dann los geht's. Dominik: Okay ab zum Strand oder was? Wäre schon der Plan. Der Anfang von einem Film. Ja, so in den Sonnenuntergang hinein. Movie. Oh, sehr schön. Wie Fast & Furious. Ja hoffentlich nicht so schnell. Und hoffentlich nicht mit den gleichen Wendungen. Also, laut meinem Fahrlehrer bin ich ein kleiner Raser. Ei ei, ei, ei, ei, ei Na gut, gucken wir mal, was der Astra hergibt dann.
Ja die, die jetzt aufmerksam zugehört haben, haben ja gehört, okay, Mechatronica. Mechatronikerin in deinem Fall, ist ja eher so ein männerdominierter Beruf, so vom Klischee her. Du warst ja auch die erste weibliche Kraft dann in: unserer Werkstatt. Magst du da nochmal drauf eingehen, wie das für dich war, damals so als erste Frau das Team aufzumischen? Leonie: Ja, also ich hatte schon mit Männern ja sowieso Jungs mein Freundesumkreis. Ich wusste wie das so abläuft bei den Jungs, dass man manchmal so eine kleine Schichelei kriegt. Ich bin da drauf eingegangen, hab dann natürlich wieder zurückgeschichelt. Ich bin halt, man muss schon stumpf sein. Dominik: Das heißt Stichelei, also mal sagen, hier nach links wird lose gedreht oder? Leonie: Genau, wenn die sagen, ja, ne, das wird schon Prinzessin oder so genannt oder ne, du kannst, ne, du musst es irgendwie hinkriegen das loszukriegen und dann sage ich mir so, ja ich bin ja auch eine Frau, ne, ich muss es noch üben, krafttechnisch ist es ja auch was anderes. So ein kleines bisschen, ja typisch Frau wieder dieses Verhältnis, das war ja auch in Berufsschule ja so dieses, Ja, typische Frau, die wird es sowieso nicht nach drei Monaten schaffen, das ist ja unsere Probezeit, drei Monate, die wird sowieso gehen.
Dann hab halt zurückgestichelt, hab gesagt, hm mal gucken, ob du gehst, weil... Und das stimmte auch, der ist auch gegangen. Der hat nicht mehr die: Probezeit geschafft. Dominik: Okay der hat gesessen halt, ja. Leonie: Das ist schon, man muss schon stumpf sein, man muss schon auf die Provokation ein bisschen eingehen und auch ein bisschen zurückdissen quasi und auch ein bisschen zurückärgern. Das ist halt, bei uns in der Werkstatt ist es ja ein bisschen rahmenloser gewesen als in der Berufsschule. Aber die haben es verstanden. Die waren froh dass mal was Neues kam. Klar, es ist alles ein bisschen anders gewesen. Die mussten mir öfters helfen, das war halt das Problem. Da ist einfach frauentechnisch ist man halt ein bisschen schwächer als bei Männern Das ist einfach Fakt. Das kann man nicht ändern. Die haben halt einen anderen Winkel. Die sind halt oben ein bisschen stärker als wir, aber unten stärker.
Dominik Für alle, die es jetzt nicht gesehen haben, ich mal kurz das Mikro gerichtet, weil die Hand immer weiter nach unten ging. Aber wir müssen gleich ein Foto machen, habe ich gerade gehört. Soll machen, kann gerne herkommen. Okay, ja, alles gut. Ja, das: ist halt der Side-Effekt von einem Live-Podcast, dass zwischendurch mal... infos durchgegeben werden. Entschuldigung red gerne weiter. Wir müssen gleich ein Foto machen, habe ich erfahren. Leonie: Ja, cool, finde ich gut. Bei dem superschönen Stand, den wir gerade am umplanen sind, ne? Dominik: Ja, also da müssen wir nochmal gesondert drauf eingehen. Wir haben jetzt, das ist glaube ich die interaktivste Messe, die wir bisher hatten. Auch durch das neue Equipment und wir haben viele neue Ideen gesammelt und wollen für nächstes Jahr mal ordentlich einen neuen Aufschlag wagen. Leonie: Wir haben jetzt auf TikTok. Dominik: Haben wir das schon erwähnt Wir haben übrigens TikTok, AWG Bassum. Leonie: Und wir haben da schon eine Scheiße drauf hochgeladen. Sucht AWG Bassum bei allen sozialen Medien. Ihr werdet uns hoffentlich finden und lasst ein Like, ein Abo da. Und sagt uns, was ihr für Content habt. Wir haben auch ein super tolles Musikvideo schon hochgeladen, wie wir getanzt haben. Wir so einen abgedanzt hier, das ist der Hammer. Dass es so viele Likes gekriegt hat, ist schon merkwürdig.
Dominik So wenig ist merkwürdig. Nein das kommt noch. Warte ab. Mit eurer Kraft kommen wir auf 1000 Likes bitte für den Beitrag. Das ist unser Ziel.: Wenn wir das erreichen, ihr werdet das Video finden, dann wenn wir 1000 Likes erreichen, werden wir uns was einfallen lassen. Da werden wir was liefern. Boah da müssen wir mal einen guten Tanz auswendig lernen, weil das Tick-Tock ist halt ein Tanz. Wir werden uns so die Sohlen heiß tanzen. War ein Großprojekt. Apropos heiß. Schweißen lernt man bei euch ja auch in der Werkstatt. Ist das nicht eine geile Überleitung, um wieder zum Thema zurückzukommen? Ja geil. Ja, Maxi mal über so ein paar Aufgaben. Du hast gerade gesagt, wie du dich da so ein bisschen behaupten musstest am Anfang. Aber bevor wir jetzt so die Überleitung voll ausnutzen, so richtig unangenehm war es nicht, oder? Es war eher so eine Neckerei. Leonie: Genau, dieses Spaß halt, das ist halt untypisch dass eine Frau in die Werkstatt kommt. Da muss man sich schon ein bisschen beweisen. Das wird auch später vielleicht noch in anderen Werkstätten dann auch sein. Ja, deswegen bin schon mal gespannt.
Dominik Du bist ja auch nicht auf den Mund gefallen, von daher war das glaube ich ganz gut handfest, genau.: Ja, Schweißen haben wir gerade schon mal so angerissen. Kommen wir mal so zu den Aufgaben Du hast ja auch gesagt, ein paar Sachen mussten andere für dich machen, weil das auch als Frau dann doch, kommt man da an seine Grenzen, was die Kraft, nehme ich mal an irgendwie angeht bei schweren Maschinen. Du machst ja oder hast gemacht die Ausbildung Mechatronikerin Schwerpunkt Nutzfahrzeuge. Da hast du ja nicht nur mal eben den Beetle bei dir in der Werkstatt stehen. Nö, leider nicht. Das ist dann schon, also die sind schon leichte Teile. Die großen Gewerbe, ne? Leonie: Ja genau, die LKWs das ist schon... Entsorgungsfahrzeuge, Raupen was wir alles haben bei uns. Ja, sprich mal gerne über ein paar Aufgaben. Schweißen gehört dazu. Schweißen also das erste Mal Schweißen habe ich im ersten Lehrjahr gemacht schon mal. Containerschweißen da hatte ja und war noch Rainer ja bei uns. Der hat mir das auch noch ein bisschen beigebracht, wie man am besten schweißen kann.
Das war halt, ja, Containerschweißen ist halt sehr tricky, weil da alles Dreck und viel, viel Rost ist. Umso mehr springt der Funken überall hin, wo es eigentlich nicht hin sollte. Ja dann haben: wir Bremsen am LKW am Auto, wir schrauben ja auch an Autos. Das ist halt nämlich auch ein kleiner Unterschied, wie man das halt macht. Das ist halt auch größentechnisch ein bisschen ein Unterschied. Da musste man zum Beispiel mir am Anfang auch viel helfen. Ja, achso, okay, also, wo war ich, genau, das Bremsen, weil es einfach bei LKWs halt einfach größer ist und da muss man halt zum Beispiel mit einem langen Hebel die Schraube losmachen, aber krafttechnisch konnte ich das noch nicht, das kann ich manchmal auch immer noch nicht, das kommt immer auf den Tag drauf an, Manchmal klappt das, manchmal nicht. Da muss man mir halt helfen. Bei Autos ist es einfacher, da kann ich alles schon alleine. Aber da muss man auch erst mal rausfinden, wie ich am besten hebeln kann, ohne dass ich... ...sonst dir einen abbreche oder dir noch im schlimmsten Fall irgendwas ins Gesicht schlägt oder sowas. Dass auch schon mal jemandem passiert, ist nicht so geil.
Dominik Und Schweißen ist ja auch: gar nicht so selbstverständlich dass man es noch lernt in der Ausbildung. Zumindest, wir haben ja auch ein Ausbildungsvideo an alle wieder, Shoutout, gerne mal reinziehen. Und auf YouTube, genau. Und dort hat auch ein ehemaliger Azubi, Daniel, ja gesagt, dass man bei uns noch das Schweißen lernt, dass das viele in seiner Berufsschule auch gar nicht können. Von daher, was ist dir das so wert, das da noch so zu lernen? Ist das für dich auch so was Besonderes? Leonie: Das ist auf jeden Fall was Besonderes weil das ist schon ein kleiner Flex, dass man sagen kann, ja, ich kann Schweißen. Flex, sehr gut. Ja. Ja, ne? Das lernt bei uns tatsächlich keiner mehr, nur wenn dann so flüchtigartig so ein bisschen, aber sonst auch nicht so intensiv wie wir. Ja, eigentlich lernt das nur noch die Bauern hier die Landmaschinenmechatroniker, die lernen das noch richtig. Die haben auch noch einen Schweißerschein und auch noch einen Schweißerlehrgang. Wir sind ja keine Mechaniker mehr, weil Mechaniker haben das noch gelernt. Wir sind ja leider jetzt Mechatroniker geworden.
Leider. Es ist anders. Es hieß immer, wir sind: Teiletauscher. Dominik: Was seid ihr? Leonie: Teiletauscher. reparieren nicht mehr, wir tauschen nur Teile. Okay. Okay Was ja auch ein bisschen stimmt, da ja heutzutage nicht alles reparierbar ist, weil die Hersteller wollen das nicht mehr repariert bekommen, weil die wollen ja auch was verkaufen. Deswegen tauscht man das. Damals hat man eine Lichtmaschine selber repariert und so einen ganzen Kram. Ist das ein Downgrade für dich oder sagst du, naja es ist halt in Anführungsstrichen nur tauschen, aber es ist trotzdem, man muss wissen was man macht, es ist trotzdem herausfordernd. Genau das lehrt mich halt trotzdem auf Lehrgängen trotzdem noch irgendwie ein bisschen, da die Ausbilder sehr nett sind und sagen, nein, wir können das Wir zeigen euch nochmal, wie man Lichtmaschinen ausbaut oder was auch immer. Trotzdem, das ist halt die Zukunft. Die E-Autos kommen jetzt noch dazu. Statt dem Schweißerschein haben wir jetzt einen Hochvoltschein. Dominik: Das ist halt die Zukunft. Das sind rollende Computer mittlerweile, richtig? Leonie: Alles besteht nur noch aus Elektrik und ist schon was anderes. Wie Dominik: ist so dieser schulische Part?
Also wir könnten: jetzt uns noch ewig über einzelne Aufgaben unterhalten, aber schauen wir uns nochmal ein bisschen eine andere Seite der Ausbildung an. Wie ist so dieser schulische Part gewesen? Leonie: Anstrengend auf jeden Fall. Also das alles Fachwissen die vier Takte, wenn man es das erste Mal hört, ist es so ein bisschen, hä, hä hä. Wir mussten ja noch Mathe wieder können, wir müssten Formeln, und ich bin schlechte Mathe sehr schlechte Mathe, das dazu können. Und dann dieses Rechnen dann hatten wir jetzt immer den Test oder so, und dann denkt man sich so, jetzt muss ich den Kram da wieder ausfüllen. Weil man muss ja die Formeln nutzen, wenn man die Formeln nicht weiß, muss man ein Tabellenbuch suchen, weil wir dürfen tatsächlich die Tabellenbuche mitnehmen.
Wir haben so ein großes Tabellenbuch, das ist quasi die Bibel von uns. Die dürfen wir immer mitnehmen. Da steht alles Mögliche drin. Nicht so speziell wie das die Lehrer gerne haben. Man muss schon ein bisschen was wissen, aber es steht schon alles drin. Die dürfen wir auch zur: Prüfung mitnehmen. Wie zum Beispiel die Formel Weil die Formel in der Ausbildung, in der Werkstatt nutzt man heutzutage nicht mehr so viel diese Rechenarten. Steht ja alles im Programm drin. Also so ein bisschen wie in der Schule auch damals, man muss irgendwie alles können, aber die Praxis sieht dann auch schon wieder anders aus. Wir sogar Englisch können. Englisch hatten wir, Deutsch hatten wir wieder, Politik. Politik ist sogar ein Prüfungsfach von uns. Warum? Dominik: Also geht es dann irgendwie um globale Märkte und so oder was ist da interessant? Leonie: Wir hatten jetzt eine Abschlussprüfung, die aktuelle Politik, also mit dem Ukraine-Krieg und sowas Naja, das ist halt dieses Aktuelle, das ist halt ein bisschen blöd gemacht, dass wir halt nicht über LKW, also über Autos dass sich zum Beispiel, keine Ahnung, VW gerade Leute gekündigt hat oder wollte irgendwas ändern oder möchte keine Auswahl, was auch immer.
Ne, wir haben schon tatsächlich die aktuelle Politik und ich bin nicht so einer, der gerne in Politik guckt, also nicht: sowas, dann wendet man sich um das Thema Autos. Ist ja schon schwierig, wenn man dann sagt, oh ja, ich hab ein bisschen was, ich wusste was, aber so. Mit den Ukrainen, ich mag Kriege nicht so gerne. Das ist dann so bei mir so ein Thema gewesen, so scheiße, hätte ich das gewusst dass das Thema drankommt. Jeder hat irgendwie so sein... ...Politik also das hat, ich bin, das ist so, wenn man da eine bestimmte Prozentzahl hat, ist ja unter 50, Hat man halt nicht da in diesem Fach bestanden da ich aber in allen anderen Lernfeldern gut war. Dominik: Konntest du das ausgleichen wieder? Leonie: Ja, ist doch gut. Also einer aus unserer Klasse ist tatsächlich dadurch durchgefallen. Dominik: Ja das ist dann auch immer so eine strategische Frage, wie man an die Prüfung rangeht dass man schon vielleicht im Voraus plant, sagt Mut zur Lücke, einige Sachen vielleicht absichtlich nicht so intensiviert beim Lernen dafür sich auf andere Sachen konzentriert.
Leonie Ja, zum Beispiel jetzt die Lernfelder, die sind halt am wichtigsten dass die Lernfelder Da kommt halt zum Beispiel Getriebe hätte drankommen können, es hätte Ladebordwand rankommen können und da Ladebordwand machen: wir halt auch selten also in der Firma, deswegen muss man sich da dann mehr informieren. Das ist halt jedes Mal so, was lernt man denn? Ich hing da eine Woche, weil wir haben ja Gott sei Dank von der AWG auch eine Woche Prüfungsvorbereitungen, manche haben nur einen Tag wo ich mir denke, einen Tag, wie soll ich dann einen Tag den ganzen Kram intensiv nochmal lehren? Weil es kommt halt alles von den ersten bis zum dritten Lehrjahr dran und das ist halt dieses Was lernt man? Ich hing da wirklich und nicht so, was mache ich denn jetzt? Hab mir da Prüfungen von den ganzen letzten Jahren ausgedruckt und hab mir die bearbeitet und nachher kam nur die Hälfte dran und da denk ich mir so, toll, das hätte ich mir dann auch gebraucht Sparen können die Zeit, da hätte ich mich doch vielleicht in den anderen Themen noch... So ist es halt, ne? Das ist ja bei allen Prüfungen gleich. Genau, das ist halt so eine Glückssache. Dominik: Glückssache war für dich auch, wobei nein, da hat ja auch deine engagierte Art mit reingespielt dass du nachher JAV noch geworden bist. Also die Jugend- und Auszubildendenvertretung für die Azubis bei uns im Betrieb.
Glückssache, die: Überleitung kam mir nur gerade in den Sinn, weil es natürlich, man muss hoffen dass man gewählt wird, es ist eine offizielle Wahl, wie so eine Art Betriebsratswahl, aber wie gesagt, dein Ruf eilte dir ja auch voraus du warst ja immer engagiert, hast dich eingebracht, die Leute kannten dich. Und das ist natürlich immens wichtig, um da auch gewählt zu werden. Magst du mal kurz erzählen, wofür gibt es eine JAV? Warum haben wir das? Leonie: Ui ja. Die JAV ist dafür da, dass sie für die Jugend und für die Auszubildenden eigentlich da ist. Die zum Beispiel jetzt in den Ausbildungsbereichen, wir haben ja unterschiedliche Ausbildungsbereiche, zum Beispiel nicht wohlfühlen und wollen nicht mit der Person sprechen.
Dass man dann sagt, ich möchte gerne, dass du dabei bist und mit ihm vielleicht sprechen könntest Das ist wie so ein kleiner Klassensprecher. Man ist dann halt dafür da, dass man halt sagt, die sollen sich vorführen, dann macht man das auch irgendwie und man spricht dann halt mit den Ausbildern. Man geht zu den Betriebsratssitzungen und sagt dann auch da was zu, dass man zum Beispiel irgendwas ändern will und irgendein Problem gibt, dass sie vielleicht einem: helfen können. Wir dürfen da offiziell mit drin sitzen und halt auch was dazu sagen, was zum Beispiel das aktuelle Thema ist. Bei uns war es jetzt zum Beispiel die Tablets für die Azubis. Die Tablets, die Azubis dürfen jetzt Tablets kriegen. Da habe ich auch intensiv daran gearbeitet mit dem Chef geschnackt und und und. Mit den Azubis, was mit denen so, ob die das wirklich haben wollen. Dann mit dem Betriebsrat, ganz wichtig. Man macht so den ganzen außen herum den ganzen Kram, was man halt braucht. Verbesserungsvorschläge, Dominik: Ja. Und warum hast du dich aufstehen lassen dafür? Was war so der Beweggrund? Leonie: Weil die AWG halt mir auch wichtig war oder ist noch und ich halt die Azubis gerne irgendwas verbessern wollte.
Ich hatte irgendwie so einen kleinen, in so einem Herzen so einen kleinen Punkt, komm schon, ich will irgendwas noch bewirken in meiner Ausbildung, was so noch langlebig hält. Und ich glaube das hat halt auch ein bisschen funktioniert. Klar, Azubi-Stammtische: haben wir auch regelmäßig hingekriegt. Da kam auch manchmal nichts, da saßen wir da und ich musste den Leuten das aus der Nase ziehen. Wie das halt so bei jungen Leuten ist. Reden na, muss ich denn jetzt? Ja, genau, muss man halt alles rausziehen. Aber sonst das war halt, man hat schon manchmal was rausgekriegt, was die eigentlich vorher gar nicht erzählen wollten. Und dann hat man gesagt, ja, warum sagst du mir das denn nicht gleich Ich hätte doch helfen können, so zum Beispiel, sowas Dominik: Ja, aber dafür ist es halt ganz wichtig, dass es diese Institution JAV auch gibt und dass das auch, es ist ja auch vorgegeben so, dass das auch gewählte Jugendliche sind aus dem gleichen Alter. Also es würde glaube ich wenn du sagst die sind eh schon schüchtern, würde es noch weniger bringen, wenn wir jetzt als Ü30er hingehen und sagen, ey, Tim, was ist los bei dir? Sag doch mal. Schnickschnack. Nee, da ist es natürlich viel besser, wenn du als Gleichaltrige mit denen sprichst. Ihr habt alle so das gleiche Standing auch, das gleiche Vertrauen zueinander.
Leonie Ja auch die Jugendsprache dass es mal ein bisschen lockerer ist, dieses, komm: schon. Dominik: Es kann nur unangenehm werden, wenn wir damit, ey, Digga auf dem Nacken ne? YOLO cringy Alter. Um jetzt mal irgendwie die ganze Sparte der unangenehmen Worte rauszuholen. Leonie: Da hatten wir jetzt jetzt mal auch einen, Junge Junge war das unangenehm. Das war... Auf meiner Gesellenbriefabholung hat auch einer Ab und zu mal solche Wörter, die gar nicht zu diesem Kontext gepasst haben, dazugesetzt. Man denkt sich so, oh Mann, ey. Man hat sich so leicht so in den Stuhl reingesetzt oh wie peinlich. Da hat man sich selber davor so ein bisschen Fremdscham. Dominik: Was ist so Jugendslang, den du auch benutzt, wo du sagst okay, das geht noch?
Leonie Ich bin noch ganz altmodisch. Du sagst noch guten Tag. Ja, ich sage guten Morgen. Moin klar, Moin gehört dazu. Ich bin ein Handwerk, Moin ist Moin. Also ja, Digga das sage ich halt auch öfters Aber dieses Schier oder... Ähm cringe, sage ich halt auch. Ich glaube, das ist auch schon durch das Ding, ne? Ja. Das Crazy ist jetzt Neuland Ja dieses Crazy.: Oder 6-7, wo ich mir denke, was heißt denn 6-7? Immer noch Genau das, was heißt das? Das ist halt einfach so, ja hm, don't care. Das ist halt, wo man sich denkt, das ist immer schwieriger. Man passt sich irgendwie an aber man denkt so, nee, ich darf ja auch irgendwann nicht mehr so reden, weil das ist dann auch, ist das für die unangenehm wie ich da zum Beispiel gesessen habe Solche Jugendwörter altern auch schlecht, muss man sagen. Dominik: Ja, das ist halt sehr unangenehm. Was gibt es so für Begriffe die ihr in der Werkstatt euch sagt? Gibt es da auch so ein Werkstatt-Slang? Es gibt ja so Klischees ja, gib mir mal die 9er-Muffe hier für die Flatschen. Leonie: Nee, das tatsächlich nicht. Die Knarre ist halt normal, ne? Ratsch, das ist ja, genau, das heißt ja eigentlich Ratsche oder sowas halt. Schlagsch... Das heißt bei uns eigentlich nur, es unfertig Das ist eigentlich, bei uns gibt es gar nicht so einen. Weil die halt auch alle etwas älter sind. Sind ja auch alle Ü30. Nicht alle Ü30 aber... Dominik: Boah die alt! Ü30 Leonie: Ja aber die ja auch nicht diese Jugendsprache dass wir sagen, wir haben so einen Jugendslang, wie man das halt auf dem Bau mit jüngeren Leuten kennt.
Die alle unter 25: sind, das ist dann wieder was anderes. Das ist dann in so einer Erinnerung nochmal ein bisschen anders. Ja zum Beispiel mit den Azubis aus dem ersten Lehrjahr, mit Mathis da rede ich auch anders, als wenn ich jetzt mit Torben zum Beispiel rede, das ist dann schon... Ich habe auch ganz viel damals immer bei meinen Eltern immer... Ich bin da, also vorher mit meinen Freunden draußen gewesen, da habe ich noch diese Jugendsprache, dieses Digga, ne, du nervst nicht oder was auch immer, zu Hause dann so, ne, die Jugendsprache beiseite gelegt, das rede ich wieder vernünftig, weil sonst denken meine Eltern, Alter... Ja, was labert ihr eigentlich da? Muss das sein? Was haben wir hier beigebracht? Was war jetzt so rückblickend die drei Jahre, was sind so diese Top-3-Skills oder Erfahrungen, die du da so mit rausgenommen hast? Klar, ja, ich habe herausgefunden wie ich am besten meine Stärke anders umsetzen kann. Zum Beispiel ich nehme einfach eine Verlängerung und... Dominik: Also eine körperliche Stärke
Leonie Eine körperliche Stärke, dass ich das irgendwie umsetzen kann, dass ich das ohne Hilfe machen kann. Und mir dann auch Sachen hole, das Schweißen: dass das irgendwie noch ein bisschen drin geblieben ist. Klar, ich bin nicht gut im Schweißen weil man das macht das dann doch zu selten wenn man jetzt intensiv, wie zum Beispiel Jan, der ist ja unser neuer Schweißer, da jeden Tag an diesem Container schweißt. Das ist schon was anderes, als wenn man mal einmal bis zweimal im Jahr vielleicht mal spontan schweißt. Das ist halt wieder was anderes. Trotzdem sage ich euch, ich kann das, ob es sauber aussieht weiß ich nicht, aber sonst lernt man ja auch nach und nach. Ist Unterboden, wer guckt danach noch da unter? Hauptsache es hält. Hauptsache es ist fest und regnet nicht durch. Und halt diese Entwicklung, wir haben jetzt die ersten E-Autos ja gekriegt Wir haben in einem Podcast darüber gesprochen, dass wir gerade ein E-Fahrzeug gekriegt haben oder steht. Dominik: Das kann gut sein. Das ist ja schon ein paar Jahre her. Wir sind so mit als Vorreiter.
Ich glaube, damals waren wir einer von zwei deutschen Unternehmen, die ein E-Entsorgungsfahrzeug hatten. Und E-Hakenwagen haben wir ja auch schon.: E-Autos sowieso. Die Quote muss ja als Firma hoch sein. Leonie: Wir müssen ja umweltbewusster werden. Dominik: Wir wollen auch. Leonie: Wir wollen ja auch, aber die Quote ist trotzdem hoch. Die muss ja jede Firma jetzt einhalten. Und dafür sorgen wir auch ganz schön viel. Klar, manchmal sind da so, wo man denkt, na, zum Beispiel so ein E-Bagger ist geil, ist auch praktisch und funktioniert ja auch. Man muss halt aber auch ganz viel in den alten Hallen halt auch dann umbauen, zum Beispiel jetzt mit den Steckdosen, dass man halt das Kabel für den E-Bagger dran machen kann. Oder im Fuhrpark war das Problem. Worum stellen wir die E-Fahrzeuge hin, um zu laden? Die Ladestation erstmal überhaupt aufbauen Ladestation, genau. Dann gab es ein Hin und Her, dann ging das nicht, dann war das Wetter scheiße, konnte man also nicht alles vom Netzanschluss hinsetzen. Das war schon kompliziert. Wir haben es glaube ich gemeistert.
Dominik Ich glaube, das ist ja auch so ein bisschen das Spiegelbild von Deutschland generell. Das kennt man ja auch flächendeckend dass das Problem ist, so ein Netzwerk erstmal auszubauen mit Ladestationen Aber wir: sind da echt gut. Also da klopfen wir uns mal eben selbst auf die Schulter Moment. Fangen wir das Mikro an die Schulter. Wir haben echt viele Ladestationen da errichtet und sind da echt gut aufgestellt mittlerweile. Leonie: Es auch nicht so lange gedauert. Wo sonst eines stand, ging das auch flott wieder weiter zu den nächsten. Wir haben jetzt auch zum Beispiel einen geliehenen, habe ich gesehen. Wusste ich auch nicht, auch wenn ich gucke ich trau mich so, oh das ist gar nicht einer von uns. Dominik: Mit dem anderen Kennzeichen, ne? Habe auch gesehen. Leonie: Wir hatten einen ausgeliehenen, der ist nämlich, wir wollen gucken, ob der uns auch was Besseres, also ob das für uns geeignet ist, für die Tonnen Weil manchmal ist es einfach, bringt das nichts, weil zum Beispiel die Batteriequalität, es ist einfach zu niedrig oder so. Und man schafft vielleicht nur Hoftouren, das ist auch was uns nicht bringt. Wir müssen ja schon planen und gucken, ob es funktioniert, wie oft wir laden müssen, wie schnell man laden kann.
Dominik Also der technische Fortschritt war der dritte Punkt, dass man das alles mal miterlebt hat und alles. Okay, cool. Ja,: Leonie, das war ein richtig schönes Gespräch mit dir, vielen Dank, dass wir das auch nochmal nachgeholt haben Wir müssen jetzt auch wieder richtig arbeiten, ne Jetzt müssen wir nochmal schauen, die Messe ist gut gefüllt, wir haben jetzt Wie viel Uhr? 10.46 Uhr, also die Messe ist jetzt eine Dreiviertelstunde am Laufen. Die Flure hier haben sich ganz gut gefüllt. Vielleicht schmeißen wir nochmal die Mikros zwischendurch an. Ich würde gerade sagen wir sind mit anderen Leuten. Genau, ob wir das gemacht haben, erfahrt ihr dann in einer extra Folge, wenn dann eine zweite noch irgendwie nachgeschossen wird. Ansonsten hoffen wir, dass euch der Einblick so ein bisschen geholfen hat, dass es euch Spaß gemacht hat zuzuhören. War cool, dass wir nochmal über deine Ausbildung gesprochen haben Ich gerade sagen. Haltet die Augen offen, ob die verlorene Folge auch noch mal irgendwann rausgeballert Leonie: Wir haben noch zwei andere Ausbildungsberufe hier.
Dominik Wir haben noch zwei Vertreter für andere Ausbildungsberufe hier. Vielleicht können wir da auch noch was. Eventuell wird da noch mal nachgelegt. Der Erste haut schon ab, der Zweite tut so, als wenn er nichts versteht. Wir haben einen Umwelttechnologen hier und einen... Umwelttechnologen und wir haben einen: Kaufmann für Büromanagement noch hier an Bord. Leonie: Wir haben heute alle drei Ausbildungsberufe hier. Also ich bin kein Azubi mehr, aber trotzdem haben wir es hier. Dominik: Also wenn wir jetzt live streamen würden, würde ich sagen, schreibt in den Chat, wen ihr als nächstes sehen wollt. Aber ja das kommt noch irgendwann auf YouTube Wir haben noch einiges vor, ich habe richtig Bock drauf, wir haben Bock drauf. Und ja, jetzt machen wir erstmal den Sack dicht, beziehungsweise die Motorhaube runter. Rasen in den Sonnenuntergang. Danke Leonie dass du dabei warst. Leonie: Danke, gleichfalls.
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