#19 Sonderfolge Digitale Lernallianzen - Interview mit Hendrik Cordes

Shownotes

Wir nehmen erneut am Projekt "Digitale Lernallianzen" der Handwerkskammer Hannover Projekt- und Servicegesellschaft mbH teil. Die teilnehmenden Unternehmen reichen praxisbezogene Aufgaben ein. Schülerinnen und Schüler der elften Jahrgänge entscheiden sich für eine dieser Aufgaben und und arbeiten diese über das Halbjahr aus.

Für diesen Durchgang hat sich die Gruppe um Lennart, Konrad, Rasmus, Clemens, Andreas, Julius und Justus eine Reportage zum Thema Altkleider erstellt. Das Angebot an Kleidungsstücken ist schier unendlich. Und täglich kommen neue dazu - viel zu viele sogar. "Fast Fashion" nennt man das Geschäftsmodell der Bekleidungsindustrie, uns immer schneller und in immer schlechterer Qualität zu überschütten und neue Kaufreize bei uns auszulösen. 60 Kleidungsstücke kauft jeder einzelne von uns im Schnitt pro Jahr. Rund 30 Prozent der gesammelten Kleidung landen laut einem Bericht mittlerweile im Restabfall. Aber ist das wirklich der letzte Weg? Kann man aus Altkleidern nicht etwas besseres machen?

In einer kurzen Podcast-Folge spricht das Septett mit unserem Kollegen Hendrik Cordes aus dem zentralen Stoffstrommanagement der AWG Bassum. Hendrik berichtet über seinen beruflichen Werdegang, über die Mengen, die in unserem Entsorgungszentrum verarbeitet werden und akute Brandgefahren. Die komplette Reportage der Schüler des Gymnasiums Sulingen könnt ihr auf unserer Website www.awg-bassum.de einsehen.

Sendet uns eure Meinung und Themen-Vorschläge für weitere Folgen sehr gerne per Mail an pr@awg-bassum.de

"What The Muc?!" erscheint alle zwei Wochen und kann über die gängigen Podcast-Plattformen abonniert werden. Weitere Informationen zu unserer Arbeit findet ihr auf unserer Website www.awg-bassum.de.

Euch gefällt unser Podcast oder ihr habt konstruktive Kritik? Dann freuen wir uns über eine ehrliche Bewertung auf der Plattform eures Vertrauens.

Transkript anzeigen

00:00:01: Herzlich willkommen zu dieser Sonderfolge von What the Mark.

00:00:03: Nach dem Intro werdet ihr eine Interview hören, von Schülern des Gymnasiums Zulingen mit unserem Kollegen Hendrik Kordes aus dem Stoffstrommanagement.

00:00:13: Hintergrund ist, dass wir als AWG Bassum erneut am Projekt Digitale Lernallianzen der Handwerkskammer Hannover Projekt- und Servicegesellschaft teilnehmen.

00:00:21: Und im Zuge dessen stellen wir und die Teilnehmern Unternehmen praxisbezogene Aufgaben und die Schülerinnen und Schüler der elften Jahrgänge werden diese über das Schulhalbjahr bearbeiten.

00:00:33: Und für diesen Durchgang hat sich die Gruppe um Leonard, Konrad, Rasmus, Clemens, Julius und Justus dem Thema Altkleider gewidmet und wird dazu eine Reportage erstellen.

00:00:45: Fast Fashion nennt man das Geschäftsmodell der Bekleidungsindustrie, uns immer schneller und in immer schlechterer Qualität mit Klamotten zu überschütten.

00:00:54: Und neue Kaufreize bei uns auszulösen.

00:00:56: Sechzig Kleidungsstücke kauft sich jeder einzelne von uns im Schnitt pro Jahr.

00:01:00: rund dreißig Prozent der später mal über die Altkleider-Container gesammelten Kleidungstücke landen laut einem Bericht mittlerweile im Restabfall weil sie einfach nicht mehr verwertbar sind.

00:01:10: Aber ist das wirklich der letzte Weg, kann man da nicht etwas Besseres draus machen?

00:01:14: Dieser Frage hat sich das Sextet gestellt und eine Reportage erstellt.

00:01:21: In dem Interview werden Sie gleich mit Hendrik Kordes über seinen beruflichen Werdegang sprechen und über die Mengen, die generell gesammelt werden.

00:01:29: Die im Entsorgungszentrum Bassum anfallen akute Brandgefahren werden auch Thema sein Wenn ihr die ganze Reportage euch anschauen möchtet mit dem Schwerpunkt alt Textilieren dann besucht doch gerne unsere Website awg-bassum.de.

00:01:42: Dort werden wir das Ganze einstellen weitere Informationen.

00:01:46: Und jetzt erstmal viel Spaß mit dieser neuen Folge und mit dieser Sonderfolge!

00:02:02: Ich

00:02:03: habe

00:02:05: hier im Jahr zwei Tausend

00:02:20: neun meine Ausbildung begonnen damals zur Fachkraft für Kreislauf und Abfallwirtschaft, die ich dann zwölf erfolgreich abgeschlossen habe.

00:02:37: Danach habe ich einfach ein paar Jahre auf dem Wertschirchhof gearbeitet bis ich dann gedacht habe Schulbahnbrücken wäre nochmal wieder eine gute Idee.

00:02:45: Ich habe dann zwei Jahre in Vollzeit meinen Umweltschutz Technologen gemacht in Hannover Und dann bin ich in den Bereich des Stoffstroms fertig geworden und konnte hier intern zu meinen Kollegen wechseln.

00:03:03: Ja, seitdem geistert ich darum.

00:03:07: Sehr schön!

00:03:08: Dann würden wir sagen, kommen wir einfach zur ersten Frage direkt.

00:03:12: Wie läuft eigentlich der Weg des Abfalls vom Haushalt zur AWG hierher ab?

00:03:17: Also was macht die AWG so?

00:03:21: Also wir sind hier der Entsorger, der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger für den Landkreis Diepholz.

00:03:29: Der Landkreist Diepolz hat uns als AWG damit beauftragt, für die Möhlbeseitigung Abfall beseitigungen zuständig zu sein und der klassische Weg ist von dem normalen Restabfall, die schwarze Hausbildtonne wie ihr sie zu Hause kennt.

00:03:44: unsere ganzen Fahrerinnen fahren morgens um circa sechs Uhr mit ihrem Lkw los und klappern ihre Touren ab, die sammeln auf den Weg.

00:03:56: Machen sie den Lkw voll mit der schwarzen Tonne und dann kommt der Abfall hier zu uns ins Entsorgungszentrum nach Bassum und dann geht es weiter mit erstmal der kleinmechanischen Behandlung.

00:04:11: also das Material wird vorerst teilweise zerkleinert durchläuft Siebe, Metalle werden rausgeholt Ein gewisser Teil läuft dann in unseren Vergerungsturm, das heißt wir erzeugen durch den Hausmüll-Biogas und eine weitere Linie läuft dann die Brennstoffversorgung für unser Heizkraftwerk im Blumteil.

00:04:38: Das heißt ein Teilstrom des Materials wird zur Brennstoffherstellung und damit am Ende im Heiz Kraftwerkblumteil zur Wärme- und Energieerzeugung genutzt.

00:04:50: Hast du da so ein paar Zahlen für uns?

00:04:51: Weißt du ungefähr wie viel Abfall hier reingeht, vielleicht auch rausgeht.

00:04:56: Ja, ungefähr!

00:04:58: Also es sind immer so.

00:04:58: ja natürlich so ein Paar Schätzwerte das ist mal ein bisschen unterschiedlich aber man kann so sagen wir verarbeiten bei uns in der RABA in der Restabfallbehandlungsanlage ca.

00:05:07: neunzig bis bis hunderttausend Tonnen im Jahr.

00:05:11: in unserem Kompasswerk d.h.

00:05:14: dort wo die Biotonne, die braune Tonne landet Verarbeiten wir mit natürlich auch andere Grünabfälle, Biobfälle.

00:05:22: Wir arbeiten noch mit anderen Landkreisen zusammen.

00:05:25: Dort landen so jährlich ungefähr fünfzig bis fünfundfünfzigtausend Tonnen.

00:05:29: Dann haben wir unsere Deponie.

00:05:32: dort haben wir sozusagen einen jährlichen Input von Hundertfünfzichttausenden Tonnen.

00:05:38: Wir arbeiten dort mit einem großen Partner zusammen der uns jährlig auch einiges liefert.

00:05:41: Dadurch kommen diese jährliche Hundert Fünfzig tausende Tonnen zusammen Genau, und weiterhin haben wir immer so Roundabout ihr sechzig bis fünfundsechzig tausend Tonnen in Umschlag.

00:05:53: Das sind dann so Stoffe wie Althölzer.

00:05:56: das wird dann umgeschlagen das geht auch in die energetische Verwertung Kunststoffe in die in die Verwertungsschiene all dreifen und viele viele andere Sachen.

00:06:06: Und kannst du uns auch darüber berichten was die Hauptprobleme bei der Mülltronnung sind?

00:06:10: oder Wo wird der Müll falsch getrennt?

00:06:13: Was erfahrt ihr, woher sind eure Erfahrungen hier?

00:06:17: Also große Hauptprobleme sind aktuell.

00:06:19: Das kennt ihr auch alle sind alles was irgendwie mit Lithium-Millionen oder Akkus zu tun hat heutzutage ganz groß im Kurs.

00:06:27: hoch in Kurs sind die Wapes die so Im Umlauf sind.

00:06:32: Die führen bei einer falschen Entsorgung Zu klein brennen wenn das Material in den Entsorgerungsunternehmen aufgearbeitet wird.

00:06:42: Dort kann es zu kleinen Brennen kommen, erleben wir hier leider auch tagtäglich.

00:06:48: Großbrände sind wir Gott sei Dank verschont geblieben und bei der Aufarbeitung wird dieser Akku geöffnet, reagiert mit Sauerstoff und dadurch kommt es halt zu brennenden.

00:07:02: Das ist aktuell so der Hauptbestandteil und da würde ich jedem raten informiert euch, welche Stoff oder wie manche Sachen entsorgt werden müssen.

00:07:15: Unsere Mitarbeiter an den Telefonen und auf dem Wertshochhöfen sind da sehr fachkundig Und ja es kann euch das schützt euch auch nur selber Wenn ich sage mal wenn ihr zu Hause in der schwarzen Tonne nen WAPE oder einen Akku falsch entsorgt Kann dass im Zweifel auch euer privateigentum Schädigen.

00:07:34: Ja das sind so.

00:07:35: die ist eine der eigentlich aktuell das größte Hauptproblem was wir bei der Entsorgung momentan haben.

00:07:43: Also quasi einfach mal nett nachfragen, wo man was entsorgt und dann kann man solche Vorfälle wie Bränden bei euch oder auch bei sich zu Hause vermeiden?

00:07:51: Genau wir haben jederzeit auch unseren Wertschöpfen.

00:07:54: haben wir Kollegen vor Ort die wissen ganz genau wie das zu händeln ist.

00:07:59: Ja das wäre es von unserer Seite denn danken wir dir für deine Antworten

00:08:03: und

00:08:04: ja hoffen dass es weiterhin zu keinen brennenden bei euch kommt.

00:08:08: Wir bleiben gespannt.

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