#23 Sortieren und Schlichten
Shownotes
Für die neueste Folge unseres Podcastes haben wir es uns mit Kaffee und Tee im Aufenthaltsraum des Wertstoffhofes Stuhr/Weyhe gemütlich gemacht. Mit Dennis Kastens sprechen wir über den Alltag auf dem vielleicht viel frequentiertesten Anlaufpunkt der AWG Bassum. Tagtäglich steuern Hunderte Kundinnen und Kunden die Abgabestelle in Melchiorshausen an. Gerade zum Wochenende ist der Andrang besonders hoch. Der Leiter des Wertstoffhofes spricht darüber, was sich in den vergangenen Jahren verändert hat und welche (zwischenmenschlichen) Herausforderungen sich ergeben.
Sendet uns eure Meinung und Themen-Vorschläge für weitere Folgen sehr gerne per Mail an pr@awg-bassum.de
"What The Muc?!" erscheint alle zwei Wochen und kann über die gängigen Podcast-Plattformen abonniert werden. Weitere Informationen zu unserer Arbeit findet ihr auf unserer Website www.awg-bassum.de.
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Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:04: Hallo Moin!
00:00:05: Was hast du denn dabei?
00:00:07: Notburg, zwei Mikrofonen
00:00:08: und ein paar Fragen.
00:00:09: Ja alles gut, dann gehst Du vorne zum Kollegen da im Häuschen der Sitzer.
00:00:14: Mach ich, danke schön!
00:00:27: Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von What The Mug dem AVG Podcast.
00:00:32: Und für diese Ausgaben haben wir unsere gewohnte Podcast Umgebung erneut verlassen und sitzen heute mit Dennis Kastens.
00:00:39: Guten Morgen
00:00:40: Dominik.
00:00:41: In eurem Kassenhäuschen, beziehungsweise in euren Aufenthaltsraum oder wie nennt ihr es?
00:00:46: Genau hier ist der Aufentalsraum für unsere Mitarbeiter.
00:00:49: Hier haben wir uns kurz zurückgezogen.
00:00:51: Heute sind wir bei euch auf dem Wertstoffhof Sturweil und wollen einfach mal so ein bisschen mit dir darüber sprechen, wie sieht so der Alltag auf den Wertstoffhof aus?
00:01:00: also bei euch hier auf dem Wettstoffhof?
00:01:02: ihr seid ja auch der höchst frequentierte Also ihr habt so den größten Kunden andrang sag ich mal
00:01:09: Das ist richtig.
00:01:09: Gerade die Samstag sind ja immer Rush Hour bei euch?
00:01:12: Die Freitag-Nachmittage und Samstage, Montagsmorgens... ...ist immer so die härtesten Tage dann.
00:01:20: Wir haben da auch das größte Einzugsgebiet hier mit Siegweihestur.
00:01:24: Und da kommt einiges zusammen.
00:01:26: Genau darüber möchten wir reden!
00:01:28: Also das würde mich freuen wenn uns da so einen kleinen Einblick in deinen euren Alltag gibst.
00:01:32: Fangen wir doch vielleicht erst mal für die Zuhörnern an Wer is Dennis Kastens?
00:01:36: Genau, ich bin Dennis Kastens.
00:01:38: Ich bin seit dem Jahr zwei Tausend Fünfzehn bei der AWG angefangen in Basum und dann wieder hier in Weihel.
00:01:47: Und dann im Jahr Zwei Tausenden Neunzehnten habe ich mich noch einmal dazu entschlossen die Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft ein bisschen näher kennenzulernen und meine Schule dazugemacht als Fachkraft tätig zu sein.
00:02:06: Und seit dem Jahr zwanzig habe ich hier die Leitung auf den Wirtschaftsruf in Sturwaje übernommen, hab hin und wieder noch mal ein bisschen die Waage im Wasser mit betreut.
00:02:18: Sehr schön!
00:02:18: Also steile Karriere hingelegt, zwölf Jahre?
00:02:20: Da hast du auch schon einiges mitbekommen bei der AWG?
00:02:22: Oh ja... Dennis wie muss man sich denn so einen Tag bei der AVG auf den WSW vorstellen?
00:02:30: Wie geht er morgens bei euch los?
00:02:33: Ja, morgens.
00:02:34: Die ersten Kunden sind schon immer... Jeder möchte der Erste sein.
00:02:37: Um neun Uhr öffnen wir hier und die ersten stehen schon um acht uhr dreißig vorm Tor.
00:02:42: So früh dann doch?
00:02:44: Und ja!
00:02:45: Dann haben wir schon eine Schlange und die erste Viertelstunde zwanzig Minuten ist dann immer ordentlich was zu tun.
00:02:52: Ja, dann starten wir in den Tag rein und die Kassiertätigkeiten ist natürlich erst mal das Kerngeschäft.
00:03:01: alles so drum herum, mit Humusverkauf und Beratung.
00:03:08: Und Seelsorge auch so ein bisschen klar gehört dazu.
00:03:12: und dann Reinigungsarbeiten und ja alles was so dazugehört.
00:03:16: Ihr seid auch das größte Team von unseren Wertstoffhöfen richtig?
00:03:20: Genau wir haben hier zwei Teilzeitkräfte noch laufen und ein Team von fünf bis sechs Mitarbeitern hier.
00:03:28: Wie muss man sich die Stimmung morgens vorstellen?
00:03:31: Wenn du sagst, sie stehen schon um halb neun vor der Tür.
00:03:34: Daut es sich da schon so ein bisschen Richtung Bundesstraße hinten oder wie ist das?
00:03:39: Na ja, Richtung Bundesstrasse ... Klar, es ist ein kleines Staub von fünf bis sieben Autos morgens, sag ich mal.
00:03:45: und das haben wir dann aber auch schnell abgearbeitet und weggearbeitet je nachdem, aber es ist schon morgens dann auch stressig die ersten zwanzig Minuten.
00:03:53: Aber dann pendelt sich das so ein bißchen ein wird es ab Nachmittags dann wieder ein bisschen mehr.
00:03:59: Wie
00:04:00: ist so die Gemütslage bei den Kunden, wenn sie da schon morgens um halb neun vor der Tür stehen?
00:04:03: Können die's nun gar nicht erwarten und Pressure hat auch ein bisschen oder...
00:04:07: Ja zum Teil auch.
00:04:08: also wenn wir hier langsam eintrudeln kurz vor neun und das Tor dann aufgeht, dann hört man dann auch schon die Motoren angehen und die wollen dann auch gleich direkt mit.
00:04:17: Aber ja, ab neun Uhr!
00:04:21: Okay.
00:04:22: Und du hast grad schon, fand ich ganz interessant gesagt, ja so ein bisschen Seelsorge und ein bisschen Beratung, Verkauf ... Wie hoch ist so dieser Seelsorgenanteil bei euch?
00:04:31: Ja, also das kommt auch schon hin und wieder vor.
00:04:34: Die Leute haben dann oftmals ein Haus, was man Lehrer von dem Verstorbenen ... Dann ist man natürlich immer so ein bisschen Sehsorge und hört sich das an und ist für ein offenes Ohr da.
00:04:50: Es kommt auch häufig vor.
00:04:51: Hast
00:04:52: du deine Geschichte, die dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?
00:04:55: Boah, so spontan!
00:04:57: Wenn du schon sagst, so Hinterlassenschaften von Familienmitgliedern oder so.
00:05:01: Da kann ich spontan gar nichts zu sagen.
00:05:05: Also das hast du wirklich immer.
00:05:07: Dass da auch immer eine Geschichte mit erzählt wird und die wollen das dann gerne erzählen können.
00:05:14: Wir hören uns das noch gerne an weil es ja dann auch interessant ist.
00:05:19: mal aus deren Sicht zu hören, aber man merkt immer die alten Leute von früher haben sehr viel auch gesammelt und gehortet.
00:05:26: Und das ist halt was von wirklich vielen immer kommen, also ich habe hier noch... ...fünfundzwanzig Pakete-Schrauben und in sämtlichen Ausführungen.
00:05:36: Das war früher wirklich so gang und gäbe dass sie alle alles gehortert haben.
00:05:42: Das sieht man viel noch.
00:05:44: Ja, ich fand das auch ganz interessant wenn ich mal hier über den Hof gehe bei euch.
00:05:47: Wir sehen uns ja auch mal für andere Sachen noch und gerade diese Elektrotheke, wenn man da alte Kameras noch drauf sieht oder sonst irgendwas... Das ist ja auch manchmal so eine kleine Reise durch die Zeit bei euch auf dem Wirtschafthöfen.
00:05:59: Auf jeden Fall!
00:05:59: Also da hast du wirklich auch von die breite Palette ne?
00:06:02: Die ganz alten Sachen war alten Röhrenfernseher oder diese röhrenden Radios bis halt eben zu den neuen modernen Sachen, wo man merkt die Geräte überstehen so gerade die Garantie zum Teil und sind dann auch schon wieder dahin.
00:06:18: Das ist ihre Reparatur meistens dann auch wieder.
00:06:20: und also Elektroschott ist in den letzten Jahren sehr viel geworden was da
00:06:24: kommt.
00:06:24: Ja?
00:06:25: Wird sich das denn generell verändert?
00:06:27: jetzt wo du sagst in den vergangenen Jahren mehr geworden?
00:06:29: wie hat sich denn generel das Abfallaufkommen auf dem Wertstoffhüben verändert oder die Arbeit auf dem wertstoffhof?
00:06:34: Also ich sag mal, zur Corona-Zeit war's.
00:06:36: Da haben wir uns ja völlig überrannt hier weil gefühlt jeder Haushalt hat irgendwie ausgemistet und die Wertstoffhöfe angesteuert nicht nur hier, sondern in der gesamten AWG.
00:06:50: Und es sind deutlich mehr Elektrosachen geworden, Lithiumgeräte Die Akkugeräte was auch immer so ein Thema ist.
00:07:00: Aber das Elektro ist schon sehr viel geworden und viel was mit Holz zu tun hat.
00:07:06: Okay, wie kann man sich das erklären?
00:07:08: weil einfach mehr gebaut wird?
00:07:09: Ja scheinbar also weiß ich nicht wo das genau herkommt aber die Holzmengen sind auch...
00:07:16: Das ist ein interessanter Spagat aus Technik und dann doch so einem urzeitlichen Rohstoff.
00:07:22: Genau, ja.
00:07:24: Und momentan habt ihr auch die Baustelle hier vor der Tür?
00:07:28: Die B-Sex ist nur einseitig befahrbar im Bahnstraßensystem.
00:07:32: Wie hat das euren Alltag beeinflusst momentan oder die letzten Monate schon?
00:07:37: Also das haben wir auch schon deutlich gemerkt, dass es jetzt ein bisschen ruhiger geworden ist.
00:07:40: hier tatsächlich durch diese Einspur Richtung Bremen sind wir natürlich nicht mehr ganz so gut zu erreichen.
00:07:48: Aber wir werden immer noch gut angefahren ja aber man merkt es schon auf diesen Samstag und die sind nicht mehr gar so... extrem.
00:07:56: Teilweise hatten wir Samstag, wo wir wirklich im Rückstau hatten bis zur W-VI und da hatten wir schon so ein bisschen Angst.
00:08:02: jetzt durch diese Einspurigkeit dass sie da Probleme bekommen aber... Wir bekommen das alles ganz gut.
00:08:09: Es ist deutlich weniger geworden.
00:08:11: Wenn
00:08:11: die Leute auf dem Rückweg quasi den Bogen nicht fahren möchten,
00:08:13: oder?
00:08:14: Genau.
00:08:15: Scheinbar!
00:08:16: Wir sind ja auch dann nicht gut zu erreichen von Stua aus.
00:08:21: Wir müssen einmal die große Runde fahren und die Leute sich das irgendwie dann auch schon überlegen.
00:08:27: ob ich unbedingt her muss... Keine Ahnung.
00:08:30: Man merkt es schon, dass es so ein bisschen ruhiger
00:08:32: geworden ist.
00:08:35: Wie ist das denn so generell für dich?
00:08:37: Was war dieser Ansatzpunkt, wo du sagst auf dem Weltstoffhof arbeiten.
00:08:40: Das ist mein Ding!
00:08:42: Was macht diese Arbeit für dich aus?
00:08:44: Ja also mich hab damals immer interessiert den Abfall zu sortieren und die Geschichte dahinter ein bisschen, dass was mich immer interessierte, was mich dann auch dazu bewogen hat meine Schule nochmal zu machen um noch tiefer in die Materie einzusteigen.
00:09:02: bei der ganzen Sache
00:09:04: würdest du sagen, du hast die Arbeit noch mal ganz neu kennengelernt.
00:09:06: dann?
00:09:07: Mit der Schule noch mit den nachträglichen.
00:09:09: Definitiv.
00:09:09: Und ich wusste damals auch nicht, dass der Beruf so vielseitig ist.
00:09:13: Wir haben ja wirklich von allem etwas.
00:09:16: Also das ist ja ein Grünabfall an.
00:09:18: Du nimmst Restabfall ab und du machst aber auch das drumherum.
00:09:22: Der Wirtschaft rufen muss weiter ins Schuss gehalten werden.
00:09:24: Du hast die Maschinen, die du bedienen musst.
00:09:26: Du hasst ja Reinigungsarbeiten alles.
00:09:29: Du bist auch schon bisschen Hausmeister... Ach Gott sei
00:09:32: Dank!
00:09:32: So'n Mädchen oder Jungs für alles dann?
00:09:34: Genau
00:09:34: also es wird nie langweilig und es ist immer sehr sehr vielseidig.
00:09:38: Wie geht ihr damit oben mit diesem ständigen Wechsel von Aufgaben?
00:09:43: Ja, das switchen wir so durch.
00:09:46: Jeder macht natürlich unsere Frauen natürlich ein bisschen mehr auf Kasse und kassieren gerne, fahren natürlich nicht so gerne in die Radlader.
00:09:55: Aber wir wechseln immer einmal durch und schauen dass jeder auch dann so ein bisschen alles macht.
00:10:02: Du hast dann noch gesagt, dass du ja auch die Leitung des Wirtschaftshofs übernommen hast mittlerweile.
00:10:07: Wie hat sich seitdem die Arbeit für dich nochmal geändert?
00:10:09: Was hat das so im Umgang mit dem Team oder im Team dann auch noch
00:10:12: geändert?".
00:10:13: Ja es ist natürlich so, daß ich jetzt eine andere Verantwortung hier habe und für diese fünf bis sechs Mitarbeiter hier dann auch Kummerkasten bin und auch das Team leiten muss hier.
00:10:28: Es ist schon auch eine spannende Herausforderung gewesen.
00:10:31: Nicht immer einfach, aber macht immer noch Spaß!
00:10:35: Wie gehst du damit um?
00:10:36: Also kannst Du denn auch nach der Arbeit abschalten.
00:10:38: oder sind das jetzt auch Sachen die Du vielleicht mitnimmst und dann durch den Feierabend noch trägst?
00:10:43: Oder wie sieht das bei Dir aus?
00:10:44: Jaa... Aber nicht diese internen Sachen.
00:10:47: Das sind oftmals so diese wirklich wenn man Stress hat da mit Kunden stressigen Tag.
00:10:52: Das nimmt man dann schon mal mit nach Hause auch.
00:10:57: kann ich da noch abschalten und auch feiern.
00:11:00: Aber manchmal beschäftigt einen das dann auch noch zu Hause nochmal ein paar Minuten, wenn man sich dann hinsetzt und Kaffee trinkt überlegt man schon mal heute war aber wieder ein bisschen Stress.
00:11:11: Kannst du das so ein bisschen näher erläutern?
00:11:14: Stress mit Kunden also... ... erwähnt das jetzt zwischendurch auch mal, dass der Umgangston auf den Wertstoffhöfen rauer geworden ist.
00:11:21: Wir machen uns da als AWG ja auch Gedanken gerade wie wir so ein bisschen an diesem Deeskalationsmanagement arbeiten können euch da auch unterstützen können... Als Wertstoffhofteams direkt vor Ort die das hier so hautnah dann und live zu spüren kriegen.
00:11:32: Wie is dieser Umgangston?
00:11:34: Wie muss man sich das als Außenstehender vorstellen?
00:11:37: weil Ich zum Beispiel als Privatperson, ich hab noch nie jemanden irgendwie angemauelt extern.
00:11:42: Klar hat man mal schlechte Laune aber ich kann von mir ganz gut sagen, dass ich's noch nie an anderen ausgelassen habe.
00:11:48: Von daher ist es für mich immer schwierig, wenn ich Geschichten von euch höre wie meinetwegen Kolleginnen und Kollegen bedroht wurden schon, wie sie beleidigt wurden ... Das ist für mich nicht so begreifbar weil das für mich ein unerhörtes Verhalten.
00:12:02: Wie ist das im Alltag bei euch?
00:12:03: Kannst du da mal zwei Beispiele geben?
00:12:06: Also du merkst tatsächlich schon, dass der To auf den Wertstoffhöfen wirklich rauer geworden ist.
00:12:12: Du hast natürlich achtzig und neunzig Prozent der Kunden sind froh das wir da sind und alles ist super.
00:12:18: aber dann hast du halt eben auch diese Nörgler sag ich mal, ne.
00:12:23: Ich hab noch nie was bezahlt und dann schmeiß' ich's halt in den
00:12:25: Wald.".
00:12:25: Und das sind so diese Sprüche die du dann eben bekommst.
00:12:28: es ist auch alles im Rahmen aber wenn dann unter anderem von Gewalt oder so haben wir jetzt schon wirklich oftmals in den letzten Jahren gehabt.
00:12:38: Dann hört der Spaß natürlich irgendwo auf und darum haben wir ja auch das Projekt dann ins Programm gerufen mit diesen Deeskalationsmanagement.
00:12:47: Da wird es dann schon, kommst du aus einem Zuwählmalen auseinandersetzen.
00:12:50: Wo wir auch unser Hausverbot aussprechen müssen.
00:12:53: hier weil's wirklich an so einen Punkt gelangt ist wo wir sind und sagen bis hier noch nicht weiter.
00:12:59: Was war das Krasseste was du mitbekommen hast?
00:13:02: Das
00:13:02: ist von Biss.
00:13:03: Ich hab in Wassum den Fall mal mitgemacht da wollte der Kollege mit dem Schraubenzieher bedroht.
00:13:09: tatsächlich er hatte den Schraubenzieher auch schon am Hals So eine heftige Nummer, also hier auf dem Wirtschaftsruf.
00:13:18: Teutäuteuhe sind wir von diesen Situationen bisher verschont geblieben sag ich mal.
00:13:25: Wir hatten jetzt vor kurzem auch wieder einen Fall Da musste der Kollege auch die Polizei rufen weil es da auch eine Auseinandersetzung gab Der Kollege dann ja auch massiv bedroht wurde noch einen anderen Kollegen dazu holte und Ja wir dann unser Hausrecht durchsetzen mussten ... kunde das Gelände nicht verlassen wollte.
00:13:47: Also ja, die Frauen werden auch oft mal als beleidigt wirklich schon mit bösen Schiffwörtern... Ja also es ist schon auch nicht immer ganz ohne!
00:13:58: Okay was macht das mit euch und wie gehst du da auch als Leiter?
00:14:03: Als Teamleiter mit um?
00:14:05: Also wir besprechen das dann im Team natürlich hier offen durch.
00:14:08: Wir haben mit dem Bassum auch Ansprechpartner, dann sollte es da noch irgendwelche Probleme geben.
00:14:14: also da sind wir ganz gut aufgestellt.
00:14:16: und ja im Prinzip reden hilft dann oftmals schon und man zieht sich dann auch aus der Situation raus.
00:14:24: Wenn man da den Stress hat, dann holt man mit einem zweiten Kollegen dazu oder sagt im Moment bis hier nicht weiter ich hole jemand anders und dann klären wir das halt eben da.
00:14:35: Das ist denke ich mal bisher ein ganz guter Punkt gewesen, dass wir das ganz gut im Griff haben.
00:14:40: Man sagt ja immer so leicht, da herrte man irgendwie ab.
00:14:44: Da ist man irgendwann dickfällig?
00:14:45: Kann man das so leicht sagen?
00:14:46: oder ist es was wo jeder Auseinandersetzung wieder trifft und kann sich auch nie darauf vorbereiten?
00:14:54: Genau!
00:14:54: Also bis zum gewissen Punkt klar prallt das natürlich dann einmal ab und man legt sich wirklich schon ein dickes Feld zu und steht dann darüber aber hast du natürlich vier fünf Kunden hintereinander sag ich jetzt mal an Ist irgendwann das Maßvoll und dann ist man selber vielleicht auch der Sechste bekommt an den Stress dann von dir auch mit ab, wo er vielleicht gar nichts auch für kann.
00:15:16: Mache ich mich auch nicht von frei klar aber schon schwierig.
00:15:22: Wie schaffst du es sich dann jeden Tag noch wieder zu motivieren?
00:15:24: Was ist so dein Punkt, wo du sagst, da bin ich falsch.
00:15:26: zur AWG morgen.
00:15:27: Wie gesagt das ist ein ganz kleiner Teil.
00:15:31: Das meiste sind wirklich hier was... Neunzehn Prozent der Kunden sind umgänglich so froh und das macht ja das wieder aus.
00:15:38: Und das macht auch wieder alles weg.
00:15:40: also das macht Spaß hier alles drum herum die ganzen Kunden, Gespräche.
00:15:45: Also das ist die Motivation!
00:15:49: Man kann um jetzt auch mal positive Sachen zu nennen.
00:15:52: Ich weiß nicht, ob es immer noch so ist, aber ich hab's mitbekommen zur Weihnachtszeit oder sowas, wenn's da Schokonikolaus für das Team gibt und sonst was.
00:15:58: Also kleine Aufmerksamkeiten die bekommt ihr ja ... Oder bekahmt ihr euch?
00:16:02: Bekommt ihr sie noch so zu spüren?
00:16:03: Ja, es ist natürlich weniger geworden, aber auch jetzt war man in den letzten Tagen von... vielen Kunden auch Eis bekommen.
00:16:12: Das ist dann wieder, ne?
00:16:13: Also das überwiegt keine Frage.
00:16:16: Aber die negativen Sachen bleiben natürlich immer ein bisschen mehr Erinnerung leider.
00:16:21: Jetzt habt ihr ja noch die Nähe zu Bremen hier so als Wärtsstoffhof Sturwai.
00:16:26: Ihr seid ja genau auf der An-der-Auffahrt gelegen Richtung Brinkum Ikea da, die Ecke.
00:16:31: Wie ist das?
00:16:32: Bekommt ihr da viele aus dem Bremer Raum, die denn auch herkommen?
00:16:35: Das hört man ja auch immer mal wieder.
00:16:38: Die Preise variieren ja auch zwischen Bremen und dem Landkreis.
00:16:41: Das sind da vielleicht einige Beisen, die denken manche ich versuche mal hier was los zu werden.
00:16:45: Ja definitiv.
00:16:46: Wir sind natürlich an dem Randgebiet hier zu Bremen, zu Dämmhorst, zu Pferden, Riede.
00:16:54: das ist natürlich dahinten in allen anderen Landkreisen eine andere End-Cade Geschichte und die Versuchung ist dann hier auch... sind dazu angehalten, das Ganze nochmal so ein bisschen den Wohnsitz zu kontrollieren.
00:17:08: Und wenn natürlich im Landkreis nicht die Müllgebühr bezahlt wird hier müssen wir es natürlich anders abrechnen.
00:17:14: und ja aber das haben wir auch viele, die dann aussahen, ich komme auch lieber hier zu euch in Bremen ist immer unfreundlich da alles und ich komme lieber hierher und zahl tatsächlich mehr, das ist mir egal, aber hier fühle ich mich besser aufgehoben wie es ist, sauer etc.
00:17:28: Hört man
00:17:29: auch.
00:17:29: Das ist ja auch schon ein Statement.
00:17:31: Hört man dann auch gerne!
00:17:32: Sehr gut, was gibt es denn vielleicht noch an besonderen Herausforderungen hier auf den Wertschuhhöfen?
00:17:37: Wir haben jetzt uns sehr auf diese zwischenmenschliche Ebene fokussiert.
00:17:40: die letzten Minuten.
00:17:41: Was ist noch vielleicht dienstlich beruflich irgendwie besonders geworden?
00:17:45: Du hast gerade schon erwähnt, die Akkugeräte, die Elektrogeräte sind ja mehr geworden.
00:17:49: Gibt's noch irgendwie andere Sachen, die dazugekommen sind wo du sagst das war damals nicht so...
00:17:54: Die Sortierung ist natürlich feiner geworden.
00:17:58: Wir müssen jetzt die Akkugeräte extra raus, wegen der Brandgefahr des Lithium-Ionakkus.
00:18:06: Das ist alles ein bisschen intensiver geworden und wir versuchen auch immer mehr wieder herauszuziehen an alles was wir so bekommen können.
00:18:19: Also alles ein bisschen feiner geworden.
00:18:20: Genau, die Sortierung ist feiner worden und ist natürlich auch mehr aufwand.
00:18:24: gar keine frage haben wir alle was von
00:18:27: Ja Ist das was was auch alle so verstehen nachvollziehen können?
00:18:31: also ich finde es gerade bei elektrogeräten da gibt's irgendwie sechs kategorien dann mit mit pv und kabel ohne kabel akku Kantenlänge da gibt ja so viele verschiedene sachen worauf geachtet wird
00:18:42: Für die Kunden natürlich total unübersichtlich und schwer nachzupersiedeln.
00:18:48: Wieso?
00:18:49: Da schmeißt sie alles in einen Container und gut, ja nee!
00:18:52: Also da ist diese Tierung wirklich schon von kleinen Geräten, Großgeräte und Akkugeräte, alles... Alles dabei.
00:18:59: Manche, je nachdem was sie bringen, brauchen ja schon so eine kleine Checkliste.
00:19:02: Container vier, fünf da und hier.
00:19:03: Und danach fahre ich nochmal hier lang.
00:19:05: Da muss er fast einen kleinen Trip hier planen, keine Safari.
00:19:08: Wir haben ja schon alles so gut wie möglich versucht auszuschildern und zu beschriften.
00:19:12: aber klar, er schlägt ein das.
00:19:14: Wenn man fünf, sechs, sieben Kategorien hat wo man anhalten muss, hat man natürlich auch schon schnell mal wieder etwas vergessen.
00:19:20: Ja.
00:19:20: Und da stehen wir aber auch immer zur Seite beratend und sind dann auch präsent hier Und immer ansprechbar.
00:19:28: Dann hast du jetzt noch die letzte Chance an das breite Publikum da draußen eine Nachricht zu senden, irgendwas was dir auf dem Herzen liegt, was wir vielleicht auch noch nicht besprochen haben kannst du auch gerne noch einbringen?
00:19:38: Gibt es dann noch etwas was du abschließend in den E-Tag schicken möchtest?
00:19:43: Im Prinzip, ja, gefällt mir gar nicht so einfach.
00:19:47: die Schnelle bleibt so wie ihr seid.
00:19:50: ein bisschen mehr Rücksichtnahme auf uns in den stressigen Situationen auf dem Samstag oder Freitag, wenn wir da auch mal nicht jetzt fünf Minuten Zeit haben zum Quatschen im Stress und dass man da auch so ein bisschen aber ansonsten.
00:20:09: haben wir alles erschlagen.
00:20:10: Ja, sehr gut!
00:20:11: Dann danke ich dir, dass du dir die Zeit genommen hast auch für die offenen Worte.
00:20:15: gerade was den dem Publikums Kontakt angeht ist natürlich immer so ein sensibles Thema.
00:20:21: aber ich glaube das tut mal ganz gut, dass man da auch mal drüber sprechen kann und dass das Außenstehende dann auch wissen wie es auf den Höfen zugeht.
00:20:28: und ja allen Zuhörenden wünschen mir jetzt noch einen schönen Tag.
00:20:31: wie immer die alte Phrase sauber bleiben und man hört sich in der nächsten Folge bis dann tschüss.
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